Digitale Optimisten 24

#21.2 Lin, bist du der deutsche Elon Musk?

Podcast
Datum
05/10/2020
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(Teil 2) Lin hat mit einem seiner ersten Start-Ups Hollywood digitalisiert – jetzt hat er sich nichts anderes vorgenommen, als mit “Algorithmic Designing” alle Gegenstände durch künstliche Intelligenz designen zu lassen. 

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Heute spreche ich mit einem wirklich sensationellen Interviewgast, der fast ein bisschen larger than life wirkt. Er hat schon eine ganze Reihe von erfolgreichen Firmen gegründet: Unter anderem eine Firma, die das Hollywood des frühen 21. Jahrhunderts revolutioniert hat, und Filme wie Matrix Reloaded überhaupt erst möglich gemacht hat. Er hat außerdem eine unglaubliche Familiengeschichte, denn er ist der Neffe eines deutschen Erfinders und Unternehmers, der schon in den 70ern das gemacht hat was Elon Musk heute macht, Raketen ins Weltraum schicken. Und er arbeitet seit drei Jahren an einer Firma, die wirklich das Potential hat, den Prozess wie Hardware Produkte, also z.B. Fahrradhelme, Stühle, Turbinen und alles andere bahnbrechend zu verändern.

Es ist Lin Kayser, Gründer und CEO von Hyperganic. Hyperganic hat eine Software entwickelt, die sogenanntest “Algorithmic Designing” ermöglicht. Algorthmic Designing kann Gegenstände wie z.B. einen Fahrradhelm so  designen, dass dieser Fahrradhelm nicht nur perfekt auf die Kopfform des Trägers angepasst ist, sondern auch die Daten von allen Unfallstatistiken berücksichtigt, um die Sicherheit für den Träger maximal zu erhöhen. Das verrückte: Ein solcher Gegenstand, der von Hyperganic designed und dann mit einem 3D Drucker ausgedruckt wird, wurde im ganzen Herstellungsprozess nie von einem Menschen bearbeitet, ist also vollständig von Maschinen mit künstlicher Intelligenz hergestellt worden. Ein bisschen wie im eben erwähnte Film Matrix also.

Wenn dir diese Gespräche gefallen, dann erzähl doch bitte einer weiteren Person von diesem Podcast. Deine Empfehlung hilft mir enorm, mehr und mehr Menschen mit diesen Gründergeschichten aus dem Silicon Valley zu erreichen. Die nächste reguläre Folge von Digitale Optimisten kommt wie gewohnt in 2 Wochen. Teil 2 dieses Gesprächs veröffentliche ich wieder in 1 Woche Montag – einfach weil wir so lange gesprochen haben. und jetzt viel Spaß mit Teil 1 von meinem Gespräch mit Lin Kayser.

Hier sind die 3 Dinge, die ich aus diesem Gespräch gelernt habe:

  • Ignore the Naysayers: Lin erzählt eine irre Geschichte, wie er aus dem Nichts auf einem Messestand von einem Uni-Professor beschimpft wurde. Er sagt, dass sich das wie ein roter Faden durch sein Leben zieht, immer wieder gab es Leute, die ihm gesagt haben dass alles Quatsch ist. Er hat auf seine innere Stimme gehört und das gemacht, was ihn angetrieben hat. Das finde ich sehr bewunderswert.
  • Sei nicht zufrienden: Eine ganz starke Stelle des Gesprächs fand ich, als es aus Lin geradezu herausplatzt, dass er mit dem Zustand der Welt nicht zufrieden ist. Ihn nervt es, dass er nicht einfach so ins Weltall fliegen kann wie er sich das als kleiner Junge vorgestellt hat. Diese Unzufriedenheit treibt ihn an, weiter im Fahrersitz des Gründers zu sitzen und nicht zB den Weg als Investor zu gehen.
  • Ich freue mich auf die Zukunft: Lin hat mir eine ganz spannende Idee aufgezeigt. Genau wie Musik irgendwann einmal ein physisches Produkt war, und jetzt digital, kann das auch mit vielen anderen Dingen passieren. Die Möglichkeit, dass die besten Designs für alle möglichen Hardware Produkte auf einer Art Amazon für Design verfügbar sind, und wir uns die dann einfach zuhause ausdrucken können, hat mir die Technologie des 3D Drucks noch einmal etwas stärker vor Augen geführt. Ich bin wirklich gespannt, ob sich seine Vision realisiert und ich hoffe wir erleben es!
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