Zur Übernahmesumme sind keine Details veröffentlicht worden.

Pliant übernimmt Wettbewerber Friday Finance

04/09/2023
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Foto: Friday Finance

Zur Übernahmesumme sind keine Details veröffentlicht worden. Die Investoren und die beiden Gründer Christopher Zemina und Patrick de Castro Neuhaus sollen einen Mix aus Bargeld und Anteilen an Pliant erhalten haben, heißt es unbestätigt.

Friday Finance

Laut Finance Forward hatte Friday Finance in den letzten Monaten mit einem sich schnell verändernden Markt zu kämpfen, da Kunden aus der Kernzielgruppe, kleine und mittlere Unternehmen, aufgrund steigender Kosten und hoher Zinsen abwanderten. Die Konkurrenz durch Unternehmen wie Agicap und Monite verschärfte die Situation zusätzlich. Das als Airbank gegründete Unternehmen bietet eine Software an, mit der verschiedene Geschäftskonten über eine Oberfläche verwaltet und Finanzdaten über eine API-Schnittstelle abgerufen werden können. Pliant bietet Firmenkreditkarten für mittlere und große Unternehmen an. Die Marke Friday Finance wird nach der Übernahme nicht weitergeführt.

In den letzten drei Jahren hat Friday Finance einen eindrucksvollen Aufstieg erlebt, eine starke Series-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen und sein Team erweitert, wie aus Unternehmenskreisen berichtet wird. Allerdings hat sich der Markt in kurzer Zeit stark verändert, was dazu geführt hat, dass das Startup seine Strategie anpassen musste. In diesem Zusammenhang erschien die Fusion mit einem Konkurrenten als eine vorteilhafte Lösung für alle Beteiligten.

Pliant bekommt durch den Deal „Intellectual Property“, Schutzrechte unter anderem an Software-Entwicklungen und Marken. Der neue Eigentümer übernehme zudem 15 der insgesamt 25 Festangestellten von Friday Finance. Die beiden Gründer Christopher Zemina und Patrick de Castro Neuhaus sollen fortan in Führungspositionen im Strategie- und Produktbereich bei Pliant tätig sein.

pliant

 

Entgegen erster Medienberichte befindet sich Friday Finance offenbar auch nicht in finanziellen Schwierigkeiten. Informationen aus dem Unternehmensumfeld deuten darauf hin, dass es sich nicht um einen “Firesale” handelt, bei dem aus Notlage heraus panisch verkauft wird. Es wird betont, dass Friday Finance nach wie vor finanziell solide aufgestellt ist und dass ein Großteil der bereitgestellten Mittel, von etwa 15 Millionen Euro, noch als Bargeldreserven vorhanden ist.

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